Schweizer Banken ohne Verantwortung | 17. Juni, 2011
Die Schweizer Banken gehörten zu den Ersten, die für Griechenland keine Hilfe anbieten möchten. Alle andere sind nicht in Möglichkeit zu helfen. Im letzten Mai beschloss die Europäische Zentralbank, griechische Schulden gegen einen Abschlag von 13,5% als Sicherheiten zu akzeptieren. Unter den Ersten, die den Griechen den Rücken zugekehrt haben, waren die Schweizer Banken. Die Banken aus Deutschland und vor allem aus Frankreich waren drin und konnten oder wollten nicht raus. Sie halten zusammen knapp zwei Drittel Bankschulden aus Griechenland. Die Banken sollen mit einem grossen Verlust rechnen, wenn Griechenland kollabiert. So müssen Kredite, die langfristig gehalten werden nicht abgeschrieben werden, solange der Schuldner seine Zinsen bezahlt. Somit liess sich mit einem Geschäftsmodell, das darauf beruhte, sich billiges Geld bei der Notenbank zu borgen und in hochverzinsliche Griechenland-Anleihen zu investieren, viel Geld verdienen. Wenn es im Fall Griechenland-Kredit zu harten Sanierungsmassnahmen mit Schuldverzicht kommen sollte, wird innert Kürze bei den Iren dasselbe passieren.